Gestern morgen wurde uns vom Hermes-Versand um 9 Uhr morgens folgende E-Mail übermittelt:
“Liebe spa-zone-Redaktion,
ich bin schon seit vielen Jahren ein Anhänger eurer Seite. Aber eine Frage habe ich an euch: Warum seid ihr immer so bescheiden? Warum macht ihr euch nicht ein angenehmes Leben aus all dem Geld, das ihr bisher über diese Seite verdient habt? Gebt es doch zu, ihr müsst gar nicht mehr arbeiten.
Mit freundlichen Grüßen,
Hans T. H. Muller.”
Offensichtlich ist Hans ein Lügner. Er ist kein spa-zone-Anhänger. Richtige Redaktionsfans würden nämlich wissen, dass man uns keine Mails per Hermes-Versand schickt, da dieser immer um verdammt noch mal neun Uhr morgens vor unserer Redaktionstür steht. Und um diese unchristliche Uhrzeit sind wir alle noch am schlafen. Zusammen. In den Redaktionsräumen. So ist das nämlich, wenn man hart arbeitet. Und da ist es extrem störend, wenn plötzlich jemand an der Tür steht und klingelt.
Aufgrund dieser unerhörten Wecktat haben wir einstimmig beschlossen, Hans´ Mail nicht zu beantworten und stattdessen auf die Frage einzugehen, die uns, wie es sich gehört, gestern um 15 Uhr pünktlich zum Frühstück von der Post übermittelt wurde:
“Geliebte Redaktion,
ich finde euch ganz gut. Fast so gut wie Autos. Habt ihr Autos oder vertretet ihr die Meinung aufgebrachter Naturschützer die jeden Tag fordern, dass es hier von nun an keine Autos mehr geben sollte?
Grüße,
Willebalt Einpenn”
Lieber Willebalt, deine E-Mail hat uns zutiefst berührt. Wir möchten unseren Lesern natürlich nicht vorenthalten, wie unsere Redaktionsgarage bestückt ist. Darum habe ich mich heute sechs Stunden lang durch unsere Autohalle bewegt und Fotos unserer Privat- und Geschäftsfahrzeuge geschossen.
Das Schwerste an dieser Unternehmung war übrigens, sich durch die hier hausenden Menschenmassen zu bewegen. Damit ihr euch vorstellen könnt, was ich damit meine, folgt nun zunächst ein Bild eines kleinen Teils unserer Garage. Aufgenommen wurde es aus dem dritten Stockwerk.

Vor vielen Jahren hatten wird beschlossen, unsere Garage für jeden frei zugänglich zu machen. Dies stellte sich schon bald als Fehler heraus. Versteht uns nicht falsch, wir haben nichts gegen Besucher. Aber dieser konstante Menschenandrang sorgt dafür, dass das Ein- und Ausparken zur Qual wird. Um besser sehen zu können, haben wir sogar eine aufwändige Deckenbeleuchtung installieren müssen.

Die Organisation solcher Massen erfordert einiges an logistischen Tätigkeiten, die die Gehirnkapazitäten der Redaktion leider übersteigen. Darum haben wir einen Roboter entworfen, der sowohl darauf achtet, dass niemand unsere Fahrzeuge klaut oder beschädigt, gleichzeitig aber auch ungemein guten Kaffee kochen kann.

Unser wichtigstes Fahrzeug ist natürlich der offizielle Firmenwagen. Wir haben es hier mit einem schlichten Design zu tun, dessen Charme hauptsächlich über die Farbe verteilt wird. Hierbei handelt es sich um die offiziellen spa-zone-Farben Schwarz und #ffcc33.

Dieses Auto steht insgesamt fünfmal in der Garage, damit jedes Redaktionsmitglied auf eines von ihnen zurückgreifen kann. Eine so wichtige Redaktion wie die unsere hat hin und wieder auch mal fünf Termine auf einmal. Außerdem kann auf diese Art jeder Redakteur das Innenleben seines Autos selbst gestalten und pflegen. Und vor allem bei Letzterem gibt es da einige unterschiedliche Herangehensweisen.
Bevor ich mich aber weiter um die Straßenfahrzeuge kümmere, folgt nun ein kleiner Schlenker in Richtung der Redaktionsräume. Da unser Gebäudekomplex einige Quadratkilometer umfasst und zwischen den einzelnen Büros ein Fußweg von mehreren Stunden liegt, besitzt jeder Redakteur ein kleines Fahrzeug, mit dem er sich frei über das Firmengelände bewegen kann. Zunächst wollten wir hierfür auf die kleinen Roller zurückgreifen, mit denen sich angesehene Banker vor einigen Jahren noch durch die Frankfurter Innenstadt bewegt haben, doch dann fiel uns ein, dass wir keine angesehenen Banker sind. Und keine Kleinkinder. Darum legten wir uns motorisierte Fahrzeuge zu. Männerfahrzeuge.
Meines ist grün. Denn ich mag grün.

Ja, es ist kein perfektes grün, da ich aber schon meinen Bürokomplex grün gestrichen habe, wollte ich wenigstens mein Auto etwas anders einfärben. Zudem wollte ich es auch jederzeit wiederfinden können. Die Gefahr, es vor einer Wand in den gleichen Farben für immer zu verlieren, wollte ich nicht auf mich nehmen.
SouthParkAss´ Auto geht da schon in eine andere Richtung:

Die meisten hier sind zwar der Meinung, dass das Auto böse guckt, SouthParkAss kümmert das jedoch überhaupt nicht, denn er meint immer nur: “Besser böse als zu freundlich.” Da er selbst während dieser Aussage so guckt wie sein Auto, hat ihm bisher auch noch niemand widersprochen.
Dypos dagegen mag es praktisch:

Sein Auto guckt gar nicht und sieht von außen unbequemer aus als es ist. Dypos selbst sagt immer, dass dieses Auto auch dem Papst gefallen würde. Was er uns damit sagen will, haben wir bis heute nicht herausgefunden.
Was uns Sven mit seinem Auto sagen will, ist dafür offensichtlich:

“Ich kann malen.” Sven hat das Auto in weiß gekauft und dann selbst bemalt. Hierbei ließ er sich vom Redaktionsgarten inspirieren und ich muss zugeben, dass er die Anordnung des Blumenlabyrinths sehr gut getroffen hat. Schön, dass er auch den Weg zu unserem Baumhaus vermerkt hat.
Ganz bescheiden präsentiert sich dafür Stiftnürsel:

Er bezeichnet sein Auto immer als Minischlitten und wir können ihm nur zustimmen. Mit diesem kleinen Flitzer kommt er wirklich in jede Ecke.
Hin und wieder bekommen wir auch Besuch. Für diese Fälle haben wir zwei Reserveredaktionsgeländewagen organisiert. Da wir mittlerweile jedoch leichte Platzprobleme in der Garage bekommen, haben wir die Gästefahrzeuge hochkant gestellt.
Gästefahrzeug eins steht auf zwei Säulen:

Nummer zwei mussten wir sogar an einer Wand anbringen:

Trifft Besuch ein, befehlen wir unserem Roboter, die Fahrzeuge vorzubereiten.
Da wir, wie zu Beginn angesprochen, auf dem Redaktionsgelände leben, haben wir in der Garage selbstverständlich auch Platz für unsere Privatfahrzeuge geschaffen. Da wir eine sehr sportliche Redaktion sind, spiegelt sich das auch in unseren Autos wider. Leider muss ich aber auch gleich darauf hinweisen, dass sich der alte Kern der Redaktion, also ich, SouthParkAss und dypos, vor einiger Zeit zusammengetan und in einem Billigautohaus bei einem Schnäppchenangebot zugeschlagen haben. Damals gab es recht schicke Sportwagen im Dreierpack zu Tiefstpreisen. Man durfte sich immerhin die Farbe aussuchen und da die Redaktion nicht gerade über endlose Geldreserven verfügt, haben wir wohl oder übel zu diesen Autos greifen müssen. Die mangelnde Abwechslung bei den drei nun folgenden Fotos tut uns leid. Hier seht ihr nun die Autos von spa, SouthParkAss und dypos, in dieser Reihenfolge:



Ja, langweilig, wissen wir. Aber dank der zwei neuen Mitarbeiter hat endlich ein wenig Abwechslung Einzug in unsere Garagenräume genommen. Sven fährt gerne offen:

Stiftnürsel wiederum nimmt es mit dem Sport im Vergleich zu den anderen Redaktionsmitgliedern noch am genausten, wodurch sich sein Sportwagen von den unseren am meisten unterscheidet. Eigentlich ist es auch gar kein Wagen. Aber seht selbst:

Klein aber fein, würde ich sagen. Tue ich auch. Oder besser: Habe ich getan. Ihr wisst schon.
Neben den normalen Sportwagen, besitzen wir noch einen Haufen besonderer Modelle für unsere Lieblingsfreizeitbeschäftigung. Wir spielen extrem gerne TrackMania und haben unser Hobby deswegen in die Realität geholt. An einer bisher ungenutzten Stelle auf dem Redaktionsgelände haben wir uns einen eigenen Canyon graben lassen und können uns dort nach Herzenslust austoben. Hierfür haben wir uns ein paar passende Fahrzeuge in die Garage gestellt:


Nun möchte ich das Thema Sport und Spaß aber kurz an einen Nagel hängen und ein ernsteres Thema ansprechen. Selbst wir müssen hin und wieder seriöse Termine wahrnehmen. Zum Beispiel Zahnarzttermine. Da man hier nicht zu verspielt auftreten möchte und sollte, besitzt jeder von uns einen sogenannten “Kompetenzwagen”, mit dem wir diese Termine wahrnehmen.
Zu diesem Zweck haben sich alle bis auf mich selbst zusammengetan und wieder einmal ein Angebot wahrgenommen. Wie schon geschrieben: Wir sitzen hier nicht auf Geldhaufen und können uns nicht alles leisten. Darum ähneln sich die vier seriösen Farhezuge meiner Kollegen sehr. Ich bitte dies, wieder einmal, zu entschuldigen.



Ich selbst hatte bei diesem Angebot übrigens Pech, da man höchstens vier Fahrzeuge auf einmal kaufen konnte. Darum musste ich wohl oder übel einen anderen Hersteller aufsuchen und mir mein eigenes Auto für seriöse Zwecke kaufen. Das nun folgende Foto stammt übrigens nicht aus der Garage, sondern aus meinem Wohnzimmer.

Wenn ich schon über mein Wohnzimmer schreibe, möchte ich euch kurz etwas zeigen: Ich habe als Kind immer gerne mit Autos gespielt. Irgendwann haben mir meine Eltern aber gesagt, dass ich zu alt dafür sei und es mir verboten. Darum habe ich mir eine Maschine gebaut, die für mich mit Autos spielt. Intelligent, oder?

Zurück zur Garage. Ich möchte weiter über das Geschäftliche reden. Wir haben in der Redaktion selbstverständlich viel zu transportieren. Kaputtgedruckte Drucker zum Beispiel. Oder Stapel von Papier. Um die Mengen an Verbrauchsgüter schnell und bequem von A nach B zu bekommen, besitzen wir einen riesigen Lieferwagen. Bevor ich das Foto zeige, möchte ich aber darauf hinweisen, dass hier der Nutzen eindeutig vor dem Aussehen positioniert wurde.

Zurück zu Spiel und Spaß! Auf unserem Redaktionsinternen Golfplatz verfügt jeder Spieler über ein eigenes Golffahrzeug. Dieses ist an das bei unseren Golfturnieren in der Regel herrschende gute Wetter angepasst.


Sven ist bekanntlich ein begnadeter Künstler und die Redaktion ein begnadeter Feind des “Web 2.0″. Um diesem Hass Ausdruck zu verleihen, hat Sven kurzerhand ein Fahrzeug konstruiert, mit dem er den Hang der Internetnutzer zum gläsernen Menschen portraitieren wollte. Und es ist ihm unserer Meinung nach perfekt gelungen:


Aber genug von der Sozialkritik. Wir möchten hier schließlich unsere bescheidene Garage vorführen und nicht für eine bessere Welt kämpfen. Darum präsentiere ich hier nun unsere Zweitwagen. Ich möchte wieder einmal anfangen:

Ich habe einmal im Fachmagazin für Farbpaletten mit dem Titel “Windows Paint” gelesen, dass die Komplementärfarbe zu Grün Rot ist. Darum habe ich meinen Zweitwagen in dieser Farbe bemalen lassen. Schließlich muss ich ihn auf den ersten Blick von meinem Geländefahrzeug unterscheiden können!
Freundlicherweise hat sich Sven dazu bereit erklärt, den fehlenden Grünton in unserer Zweitwagenecke nicht so einfach hinzunehmen. Darum hat er sein Auto grün lackieren lassen und mich sogar ein wenig neidisch auf diese grelle Farbe gemacht. Aber mir persönlich ist das Auto dann doch ein wenig zu auffällig.


Harmloser angehen lässt es da dypos. Er wollte etwas neutraleres und unauffälligeres besitzen. Gewollt, gekauft:

SouthParkAss wiederum steht mehr auf Abwechslung. Statt eines Zweitwagens hat er sich ein schlichtes Motorrad gekauft:

Stiftnürsel hat leider gerade ein kleines Problem mit seinem Zweitwagen. Ein krimineller Raufbold hat ihm vor wenigen Tagen die Reifen zerstochen und die Windschutzscheibe zerschlagen. Natürlich hat unser Wachroboter sofort gehandelt und den Täter getötet. Der Schaden an Stiftnürsels Auto hat das aber leider nicht behoben. Darum haben wir selbst Hand angelegt und das Fahrzeug persönlich repariert. Es mag nicht mehr ganz so aussehen wie das Original, dennoch geben wir, als bescheidene Redaktion die wir nunmal sind, uns auch mit halboriginalen Dingen zufrieden.

Kommen wir nun zu einer kleinen Sonderrubrik in unserer Garage. Zur Wiedereröffnung unserer Redaktion haben wir uns selbst eine Freude gemacht und uns ganz besondere Autos geschenkt. Bescheiden besondere, selbstverständlich. Wir haben uns hingesetzt und unsere eigenen Autos entworfen. Dann haben wir unsere Spendenkonten geleert und kompetente Menschen für die Umsetzung bezahlt. Und das kam dabei heraus:
Stiftnürsel legte schon immer viel Wert auf Sitzkompfort. Darum hat er die Sitzpolster in seinem Wagen so gestaltet, dass sie sich an jede Körperform anpassen. Dieses Konzept hat er auf alle Sitze und selbst den Kofferraum übertragen. Da das nicht gerade billig in der Umsetzung war, hat er dafür bei den Felgen sparen müssen.





Unser verspielter dypos hatte eine ganz andere Vorstellung. Er wollte sowohl die Technik, die er mit Videospielen verbindet, als auch die Verspieltheit von Brettspielen in seinem Auto verwirklichen. Darum hat er den vorderen Teil des Autos futuristisch gestaltet, die Rückbank dagegen verspielt. Dort befinden sich unzählige Quader verschiedener Größen, die man per Klettverschluss beliebig anordnen kann. So baut man sich eine Sitzfläche mitsamt Armlehnen, einen Sitzturm oder auch ein Sitzchaos. Alles im Zeichen der Bequemlichkeit.



Sven ist bekanntlich extrem Naturverbunden. Darum hat sich den Boden seines Fahrzeugs mit Holz verkleiden lassen. Die Sitze auch. Und damit er jederzeit die Möglichkeit hat, seine Malkünste zu verfeinern, hat er sich zudem Tafeln im hinteren Fahrzeugbereich anbringen lassen.





Ich selbst hatte mir für mein Designkonzept ein etwas schwierigeres Thema gesetzt. “Mal sehen, ob man es bewerkstelligen kann, dass die A-Klasse von Mercedes schön anzusehen ist.” Zunächst wurde ich von meinen Redaktionskollegen nur belächelt, am Ende bekam ich dann aber doch lobende Worte zu hören.








SouthParkAss hatte, als wir ihm von den selbst gestalteten Autos erzählten, nur ein Wort für uns übrig: “Fliegen.” Er wollte Flügeltüren. Und das Gefühl des Fliegens auch im Innern seines Fahrzeugs umsetzen. Hierbei bezog er sich insbesondere auf bequeme Sitzmöglichkeiten. Vor allem im hinteren Autobereich. Auch ihm muss man auf die Schultern klopfen. Seine Vision hat er sehr gut umgesetzt.








Ich möchte diesen Artikel über unsere kleine Garage langsam zu einem Ende kommen lassen. Darum abschließend noch zwei Fahrzeuge, die für die Redaktion essenziell wichtig sind. Zu Beginn zeigte ich ja bereits die Firmenwagen. Diese sind leider lediglich für eine Person konstruiert worden. Was ist aber, wenn wir alle zu einem Termin fahren müssen? Fahren wir dann etwa mit fünf Autos auf einmal los? Nein, natürlich nicht. Zunächst würde das horrende Spritkosten mit sich bringen, auf der anderen Seite wäre das aber auch alles andere als umweltfreundlich und das können wir, die wohl umweltfreundlichste Redaktion der Welt, nicht verantworten. Darum haben wir wie eine Fußballmannschaft einen Teambus:


Der Bus ist aber nur für Geschäftstermine. Was viele unserer Leser nicht wissen: Sonntags veranstalten wir schon seit vielen Jahren den Redaktionsausritt. Das bedeutet, dass wir mit einem Pferdegespann durch den Redaktionswald reiten, uns an den Redaktionssee setzen, dort teetrinkend die Natur genießen und über das Leben sinnieren. In der Vergangenheit hatten wir jedoch immer wieder Probleme mit den Pferden, die unsere Kutsche gen Erholung gezogen haben. Darum haben wir sie an einen umweltfreundlichen und tierlieben Pferdemetzger verkauft und uns vom Erlös eine pferdefreie Ausrittkutsche gekauft.

So. Das ist sie also, die spa-zone-Redaktionsgarage. Wir wissen natürlich, dass wir mit unserem bescheidenen Fuhrpark niemanden beeindrucken können. Aber das wollen wir auch gar nicht. Wir wurden gefragt und haben geantwortet. Das ist alles.
Zum Abschluss präsentieren wir euch noch einen Pinsel aus Eichhörnchenfell, um euch so zu zeigen, dass Eichhörnchen tatsächlich einen praktischen Nutzen für uns Menschen haben.
