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Das Leben kann so bescheuert sein...

Animal Crossing: New Leaf - Traumtagebuch - #1 - Florina (IslWeasl)

Ein Ort, der mich in "Animal Crossing New Leaf" immer wieder aufs Neue fasziniert, ist das Schlummerhaus. Hier kann man von den Städten anderer Spieler träumen und sie erforschen.

Im Schlummerhaus arbeitet das Tapir Serenada. Bei ihr legt man sich auf ein Sofa und lässt sich von ihr daraufhin die Erinnerungen an die eigene Stadt extrahieren. Sie macht anderen Träumern meine Stadt "einsehbar". Man erhält eine Schlummeranschrift und kann diese an Interessierte weitergeben.

Will man Traumstädte besuchen, legt man sich bei Serenada in das bereitgestellte Bett, gibt ihr die Schlummeranschrift, schläft ein und betritt die fremde Welt eines anderen Spielers. Natürlich kann man auch ohne Schlummeranschrift träumen. Dann lässt man Serenada einfach eine zufällige Stadt auswählen oder sucht nach irgendwelchen Spieler- beziehungsweise Stadtnamen.

Technisch ist das Ganze natürlich nichts überwältigendes. Man lädt das Abbild der eigenen Stadt auf einen Server hoch, andere Spieler laden sich dieses runter und laufen anschließend darin herum. Was ich an dem ganzen Spektakel so mag, ist die Inszenierung.

Man reist nämlich wie gesagt nicht einfach in eine andere Stadt. Man träumt von ihr. Dementsprechend fühlt sich der Besuch auch anders an als der normale Besuch einer Stadt mit dem Zug. Die Zeit zum Beispiel spielt im Traum keine Rolle mehr. Sie bleibt einfach stehen. Schließlich handelt es sich um eine Momentaufnahme. Wurde das Abbild um Mitternacht erstellt, dann bleibt es dort auch Mitternacht. Selbst, wenn ich die Stadt zur Mittagszeit besuche, ist von der Sonne plötzlich nichts mehr zu sehen. Die Geschäfte haben allesamt geschlossen. An ihren Türen hängen Schilder mit Aufschriften wie "Vorübergehend durchgängig geschlossen". Auch die Musik und die Geräusche klingen anders als sonst. Es ist, als würde man vom Echo persönlich verfolgt werden. überall hallt es und die Musik klingt leicht verzerrt.

Und schließlich sind da noch die Bewohner. Die meisten von ihnen wissen, dass sie sich gerade in einem Traum befinden. Sie reden sogar darüber. Gleichzeitig sind sie aber auch manchmal nicht ganz bei der Sache und wirken vergesslich. Sie sprechen über das Schlafen oder Träume. Oder sie verwechseln Traum und Realität.

All das macht für mich den Besuch des Schlummerhauses zu etwas ganz Besonderen. In letzter Zeit betrete ich es gerne, wenn ich nachts mit meinem 3DS im Bett liege und kurz vorm Einschlafen bin. Wenn einem die Augen zufallen und man währenddessen durch die verschlafene Traumstadt eines anderen Spielers läuft, ergibt das eine einzigartige Atmosphäre.

Und weil ich das Schlummerhaus so mag und gleichzeitig gerne fremde Städe erforsche, möchte ich ein wenig darüber schreiben. Die Idee, ein Traumtagebuch zu führen, schiebe ich schon lange vor mir her, jetzt habe ich mir aber endlich vorgenommen, es wirklich durchzuziehen. Natürlich werde ich hier keine regelmäßigen Texte versprechen. Das wäre ja der pure Wahnsinn!

Was genau ich mache? Ganz einfach: Ich träume, mache Bilder und erzähle von meinen Erlebnissen. Ich werde die Städte anderer Spieler nicht bewerten. Jeder baut seine Stadt, wie er es möchte. Die Stadt ist ein Abbild der Spielweise. Diese will ich sehen. Ich will mit den Bewohnern reden, Häuser durchsuchen und interessante Dinge finden. Nicht mehr und nicht weniger. Einfach ein bisschen Spaß haben und dabei Neues sehen.

Kommen wir noch zum Auswahlverfahren. Wie entscheide ich, wessen Stadt ich besuche? Das weiß ich noch nicht. Für meinen ersten Text ging ich folgendermaßen vor: Ich sah mir einfach meine letzte Street-Pass Begegnung an. Diese hatte eine Schlummeranschrift hinterlegt und somit stand mein Ziel fest. Werde ich immer so vorgehen? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Hin und wieder erzählen mir meine Bewohner, wenn sie von anderen Spielern besucht wurden. Vielleicht notiere ich mir dann den Namen des Spielers und besuche ihn zurück. Abwarten. Warum Regeln aufstellen, wenn man auch einfach machen kann, was man will.

Jetzt aber genug geredet. Lasst das Spektakel beginnen.

Meine letzte Street-Pass-Begegnung hörte auf den Namen "IslWeasl". Ihre Stadt hieß "Florina".

Hier ihr Hauspass.

Da ich ihr Musterhaus nun schon einmal in meiner Stadt stehen hatte, stattete ich ihm einen kurzen Besuch ab, um mich auf den folgenden Traum vorzubereiten.

Das Hauptzimmer stand ganz im Zeichen des Schach-Möbelsets.

Dieses gehört übrigens zu einem meiner Lieblingssets (Auch, wenn mein eigenes Haus gerade keine Schachmöbel in sich trägt.).

In der oberen Etage stand ein Teich, der umgeben war von Zeug.

Der Keller wiederum war noch ziemlich klein. Dafür aber nicht weniger voll als das Dachgeschoss.

Das reichte mir als Ersteindruck. Ich rannte ins Schlummerhaus. Ich wollte träumen.

Serenada begrüßte mich wie immer äußerst höflich.

Ich gab ihr die zuvor ermittelte Schlummeranschrift, ...

... zog meine Schlafkleidung an...

... und legte mich ins Bett.

Die Reise konnte beginnen!

In Florina wurde ich von Schneefall begrüßt. Gut, dass man im Traum nicht friert.

Ich warf einen Blick auf die Stadtkarte, ließ mir eine Schaufel vom Traum-Gyroiden aushändigen und machte mich auf den Weg zum schwarzen Brett.

Von hier aus ging es zum Rathaus. Die Stadtflagge zeigte ein Rose. Ein Standarddesign.

Nun machte ich mich auf den Weg, die Stadtbewohner kennenzulernen. Zehn Stück lebten in Florina.

Im ersten Haus war leider niemand anzutreffen.

Doch zum Glück musste ich nicht lange nach der Besitzerin suchen. Gretel lief zufälliger weise genau neben ihrem Haus auf und ab.

Sie erzählte mir von IslWeasls Haus, verwechselte mich mit jemandem und redete über Izzy. Ihr Motto lautete übrigens "kekka".

Nach einem längeren Gespräch mit Gretel stattete ich dem nächsten Haus einen Besuch ab. Diesmal war sogar jemand in ihm anzutreffen, nämlich das Schaf Dolly.

Ihr Zimmer war interessant anzusehen. Nähmaschinen, ein Spinnrad, Kleidungsstücke. Hier hatte jemand offensichtlich aus der eigenen Körperbehaarung ein Gewerbe geschaffen.

Dolly erzählte mir gleich, wie müde sie war.

Wie schon bei Gretel lautete das Motto "kekka".

Dolly war dann auch die erste, die wusste (beziehungsweise ansprach), dass sie sich in einem Traum befand.

Lange machte ich es mir bei Dolly aber nicht gemütlich, denn ich wollte weitere Tiere kennenlernen. Das nächste Haus gehörte Martina.

Martina schien eine kleine Kantine zu betreiben.

Schon wieder ein Schaf! Wenn man zum Schlafen Schafe zählt, dann war Florina ein ziemlich gefährliches und ermüdendes Pflaster.

Martinas Motto lautete "pieps". Sie wusste nicht nur, dass es sich hier um einen Traum handelte, sondern hatte auch ein paar Hintergrundinformationen über die Struktur von Träumen auf Lager.

Das waren mir nun wirklich ein bisschen zu viele Informationen auf einmal. Ohne ein Stück Traumtorte zu versuchen, verließ ich Martinas Haus.

Nur um kurz darauf vor einer verschlossenen Tür zu stehen.

Elisa fand ich einige Meter von ihrem Haus entfernt.

Ihr Motto lautete "trutuut" und sie schien gerne über andere Leute zu reden.

Weiter ging die Reise. Hinter der nächsten Haustür verbarg sich Walter.

Er führte ein ziemlich luxuriöses Leben. Wenn man bedenkt, wie teuer manche seiner Möbel sind, konnte man ihm nur mit Respekt gegenübertreten.

Der Respekt wich schnell, als er mich als seinen Seelenpartner bezeichnete und mir sein Motto vorstellte.

"quarrrk"? Nun gut. Warum nicht?

Selbstverständlich verschwand meine Überraschung sehr schnell wieder. Walter war äußerst freundlich.

Nachdem ich Walters Haus verlassen hatte, betrat ich das Haus einer wahren Naturliebhaberin.

Patricia hatte aber nicht nur die Natur lieb, sondern auch sich selbst.

Ihr Motto lautete "muuhna".

Plözlich erzählte sie mir davon, dass sie neulich von meinem Besuch geträumt hatte.

Wahnsinn. Sie träumt, dass ich träume, dass sie... oh je. Gut, dass sie mich schnell mit Hilfe ihrer Selbstüberzeugung aus meinen Gedanken riss.

Bevor ich Kopfschmerzen kriegen konnte, rannte ich zum nächsten Bewohner. Dieser war leider nicht zu Hause.

Nach kurzer Zeit hatte ich Dietmar gefunden. Er schlenderte gerade durch ein Blumenbeet.

Sein Motto lautete "katschau" und offensichtlich hatte er großes Interesse an den Gebäuden der Stadt. Er beschrieb mir IslWeasls und Izzys Häuser, wobei eines besser wegkam als das andere.

Ich wollte mich nicht auf irgendwelche Häusergrößenduelle einlassen und ging stattdessen lieber zu Samira.

Samira machte einen sehr verwirrten Eindruck.

Sie schien im Traum gerne mal Dinge zu vergessen. Zum Glück nicht ihr Motto "hümpf".

Da ich sie nicht weiter verwirren wollte, verließ ich ihr Haus schnell wieder. Die arme Samira. Ob sie überhaupt noch wusste, dass ich sie besucht hatte?

Arnold war wieder einmal ein Bewohner, der sich gerne draußen aufhielten.

Zum Glück lief er genau an seinem Haus vorbei.

Sein Motto lautete "schnoff" und auch er redete über die Häuser der Menschen.

Langsam wurde ich neugierig. Ich wollte die Häuser der Spieler sehen. Da ich aber nur noch einen Bewohner besuchen musste, wollte ich nichts überstürzen. Arthur war leider auch nicht in seinem Haus anzutreffen.

Ich fand Arthur in der Nähe von Dietmars Haus. Unser erstes Aufeinandertreffen verlief etwas... nun... aggressiv.

Natürlich wollte ich mich hier nirgendwo reinmogeln. Bevor ich Arthur das erklären konnte, fiel ihm aber ein, dass er, wie Patricia zuvor, bereits von unserem Aufeinandertreffen geträumt hatte. Gruselig.

Während sich "krah" als sein Motto herausstellte, erzählte mir Arthur von Izzys Haus.

IslWeasl dagegen bezeichnete er als Profigärtnerin.

Damit hatte ich alle tierischen Bewohner Florinas besucht und mich mit ihnen unterhalten. Ein Leben in der Stadt stellte ich mir, vor allem wegen Arthur, sehr spaßig vor. Ich bin ein Freund der hin und wieder schlecht gelaunten Charaktere in "Animal Crossing". Ich meine dich, Warzi.

Nachdem ich mich davon überzeugt hatte, niemanden vergessen zu haben, beschloss ich endlich, mir die Häuser der Menschen anzusehen. Ich begann mit Izzy. Izzy stellte sich mir mit einem "Danke!" vor.

Izzys Haus sah schon von außen klein und gemütlich aus. Dieser Eindruck wurde innen bestätigt.

Klein und gemütlich, könnte man sagen. Das Weizenfeld am Eingang hatte ich vor einiger Zeit ebenfalls genauso angelegt. Es führte Besucher in das Süßzimmer, das mittlerweile aber einem Kartenzimmer weichen musste.

Leider gab es kein Bett, wodurch ich mich nirgends hinlegen konnte.

Nach kurzer Zeit verließ ich Izzys Haus und machte mich auf den Weg zu IslWeasl, die mich gleich mit einem lauten "Yaaay :D" begrüßte.

Ihr Haus sah von Außen genauso aus wie das zuvor besichtigte Musterhaus.

Auch das Innere kannte ich bereits. Musterhaus und Traumabbild waren auf dem gleichen Stand.

Da es hier nicht viel zu gucken gab (das hatte ich ja schon im Musterdorf getan), stattete ich der Polizeiwache einen Besuch ab.

Wuff begrüßte mich freundlich, wies mich aber darauf hin, keine Gegenstände aus dem Fundbüro mitnehmen zu dürfen.

Die Frage, warum dort eine Rübe herumlag, konnte er mir leider nicht beantworten.

Also sah ich mich weiter um. Auf dem Campingplatz war nichts los.

Und so spazierte ich durch die Natur. Es gab allerlei Bäume mit und ohne Obst zu sehen.

Bambus hatte es auch nach Florina geschafft.

Am Strand war es erwartungsgemäß kalt, doch der Anblick von Kokosnüssen und Bananen wärmte mein Gemüt.

Lobend hervorheben möchte ich unbedingt noch die Blumenbeete, die überall in Florina angelegt worden waren. Zwar hatten sich hier und da verwelkte Blumen eingeschlichen, doch dies lässt sich, ohne die passende Verordnung, leider nicht vermeiden.

An Stadtverschönerungen ist besonders die Bank hervorzuheben, die zwischen Blumen und Laterne zum Ausruhen einlud.

Ansonsten gab es noch einen Brunnen...

... und ein mir leider unbekanntes Bauprojekt. Es ist schade, dass einem nicht verraten wird, was an dieser Stelle gerade gebaut wird.

Während meines Spaziergangs stieß ich auf Winci, der die Kunstwerke der Bewohner mit sich herumtrug.

Natürlich riskierte ich einen Blick auf die Auswahl.

Leider gab es hier nichts Neues zu entdecken. Das Rosenmuster ist allseits bekannt.

Da ich alles erforscht hatte, setzte ich mich zum Abschluss des Traumes noch vor den Stadtbaum und ließ die Geschichte der Stadt vor meinen geschlossenen Augen revue passieren.

Mit diesen Erinnerungen teilte ich Serenada mit, dass ich wieder aufwachen wollte.

Ich legte mich auf das Bett, schloss die Augen und erwachte in Bommeln.

Als ich das Schlummerhaus verließ, fühlte ich mich erholt und war bereit, Bommeln weiter zu verbessern.

Damit endet der erste Beitrag in meinem Traumtagebuch. Die Reise nach Florina hat mir sehr viel Spaß gemacht, woran vor allem (wie immer) die Einwohner der Stadt schuld sind. Immer, wenn ich neue Tiere kennenlerne, bin ich gücklich. Aber auch die menschlichen Einwohner sollen hier nicht zu kurz kommen. Wer auf Schachmöbel setzt, ist in meinen Augen schon ein Gewinner.

Florina, ich bedanke mich für den Traum.

Wenn ihr Florina auch einen Besuch abstatten wollt, hier noch einmal die Schlummeranschrift.

Solltet ihr wiederum von meiner eigenen Stadt träumen wollen, werde ich euch sicherlich nicht daran hindern. Hier ist meine aktuelle Schlummeranschrift.

Aber eigentlich soll es hier ja nicht um Bommeln gehen, sondern um die Träume von anderen Städten. Fast hätte ich gefragt, wo genau ich jetzt mit dieser Rubrik überhaupt hin will, aber zum Glück ist mir gerade noch rechtzeitig eingefallen, dass man nicht immer im Leben irgendwo hinkommen muss.

Bis zum nächsten Traum. Schlaft gut.

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