What the Mini-Fig - #15 - BanBao - Farm
Anmerkung: Das hier besprochene LEGO-Imitate-Set hat mir der freundliche spa-zone-Besucher Flo zukommen lassen. Vielen, vielen Dank für deine Unterstützung. Wenn ihr wissen möchtet, wovon genau ich hier rede, werft einen Blick in den Infokasten am Ende dieses Beitrags.
Nicht erst seit meiner Videoreihe namens Spauernhof bin ich ein Freund des Landlebens. Ich bin es nie gewesen. Als ich erfuhr, dass es Farm-Sets von LEGO-Imitate-Herstellern gibt, war ich sofort Feuer und Flamme. Um keine Kornfelder zu verbrennen, hielt ich diese Gefühlsregung jedoch im Zaum. Dann erreichte mich ein Paket von spa-zone-Besucher Flo. Im Paket befand sich dieses Set der Farm-Reihe der Firma BanBao.

BanBao war bereits zweimal in dieser Rubrik vertreten. Zunächst mit einem Polizisten, daraufhin mit einem Feuerwehrmann. Sofort warf ich einen Blick auf die auf der Verpackung abgebildeten Figuren.


Das sah vielversprechend aus. Sehr sogar. Und es war noch nicht alles! Diesmal sollten mir sogar zwei Tiere Gesellschaft leisten. Ein Huhn (1:1) und eine Kuh erwarteten mich in der robusten Pappkiste.

Sofort stellte ich die entscheidende Frage: Gehören auch Tiere zu den Mini-Figs? Ich beantwortete die Frage schnell mit einem einfachen "Klar!" und damit ihr euch darüber nicht den Kopf zerbrechen müsst, hier ein Foto eines QR-Codes, der euch hoffentlich viel Lebensfreude schenken wird.

Sollte dies nicht der Fall sein, schenke ich euch schnell ein neues Lebensmotto:
BUILD MORE!
BUILD COOL!
BUILD YOUR DREAM!

Dieses Motto ist toll und sollte nicht mit den Mottos anderer Hersteller verwechselt werden.
Die Rückseite der Verpackung wirft dann gleich noch ein paar Gradzahlen durch die Gegend. 360°, 30°... hier ist einiges los.

Aber wir sind ja nicht zum Gucken hier. Also ich zumindest nicht. Ihr irgendwie schon. Lasst mich das umformulieren. Ich bin ja nicht zum Gucken hier. Zeit, das Zeug auszupacken!

Sortieren!

360°!

Fertig!

Der Aufbau bereitete keine nennenswerten Probleme. Und: Es fehlte kein Teil! Es blieb sogar ein rotes Steinchen übrig! Vorbildlich. Außerdem lagen der Packung noch zwei Getreidedinger bei.

Das kleinere der beiden Fahrzeuge ist ein Fahrzeug, das auf einer Farm genutzt wird.

Es ist ein sehr praktisches Fahrzeug.

Vor allem auf einer Farm.

Ich weiß nicht, was das ist. Ein Rasenmäher vielleicht? Oder ein kleiner Traktor. Ein sehr kleiner Traktor. Für kleine Traktorlieferungen. Wenn man zwei Getreidedinger transportieren will, muss man ja nicht gleich den Riesentraktor anwerfen. Der naturbewusste Farmer greift in solchen Situationen auf seinen kleinen Traktor zurück. Und mäht währenddessen den Rasen.
Wie auch immer. Zeit für das große Gefährt!

Gut zu erkennen: Die 30° und die 360°. Es folgt ein Bild der 360°-Frontalansicht.

Zu der herausragenden Verarbeitung und der herausragenden Stange auf der von uns aus gesehen rechten Seite werde ich mich später noch einmal äüßern. Auch meinen Baufehler, den man auf dem folgenden Bild erkennen kann, werde ich nicht weiter erwähnen. Sucht ihn doch selbst. Und wer ihn findet, darf ihn für sich behalten.

Wieder einmal haben wir es hier mit einem äußerst nützlichen Farmgefährt zu tun.

Es transportiert Steuerräder zu Piratenschiffen, deren Steuerräder abhanden gekommen sind. Das zeigt Kindern dann auch gleich mal, dass das Steuerrad, wie die Milch, nicht aus dem Supermarkt kommt.

Spaß beiseite: Es ist ein bisschen blöd, dass die beim Bau verwendete Stange zu lang ist für das konstruierte Farmgefährt. Sie ragt ziemlich weit heraus.

In der Anleitung passt das alles ziemlich gut zusammen. Man könnte jetzt natürlich versuchen, die Stange weiter nach links zu schieben, damit sie an beiden Seiten gleich weit herausragt, aber das halte ich für Zeitverschwendung und verschwendete Mühe.

Zeit für die Tiere! Ich beginne mit dem gelangweilten Huhn (1:1).

Es hat in seinem Leben vieles gesehen.

Dennoch halte ich es für gut gemacht. Ich hatte Schlimmeres erwartet.

Auch die Kuh geht in Ordnung.



Nicht in Ordnung sind dagegen die Größenverhältnisse.

Großes Huhn? Kleine Kuh? Ich weiß es nicht.
Ich habe gerade auch viel mehr Lust, die Mini-Figs aufzubauen. Das ist bei BanBao schließlich immer eine Sache für sich.

Darf ich vostellen: Hans und Franz (vlnr).

Hans ist Franz´ Sohn, der irgendwann ein genauso guter Farmer werden will wie sein Vater.

Mit ehrfurchtsvollem Blick beobachtet er jede Bewegung seines Vaters.


BanBao-typisch haben wir es wieder einmal mit ET-artigen Körperproportionen zu tun. Zu lange Arme, keine Beine...

Der Clou ist diesmal jedoch die Rückseite der Figur. Hans scheint nämlich von seinem Hersteller gesponsort zu werden!

Oder ist er nur ein Fan, der gerne den Markennamen seiner Lieblingsfirma auf dem Rücken trägt?

Man weiß es nicht.
Nur Franz weiß etwas. Er weiß, dass er einen großartigen Bart trägt. Und er weiß, dass er stolz auf seinen Sohn sein kann.


Man erkennt sofort die familiären Ähnlichkeiten.

Auch Franz trägt den BanBao-Schriftzug auf dem Rücken.

Ich vermute mal, dass es sich somit um eine Sponsoren-Beziehung handelt. Dass Vater und Sohn ihre Interessen teilen und die gleiche Fan-Kleidung tragen, halte ich für unwahrscheinlich.

"Er hat die Arme seines Vaters."

Werfen wir nun einen Blick unter die Hüte der beiden Figuren.

Wieder einmal ragen den BanBao-Figuren farbige Stäbe aus den Schädeln.

Meiner Meinung nach sorgt das ja immer dafür, dass man mit diesen Figuren ohne Hüte gar nicht spielen kann. Das sieht doch albern aus.




Hans und Franz. Nach außen hin geben sie die braven Farmer, doch unter ihren Mützen sind sie zwei Punker auf dem Weg zur Anarchie.

Da lassen wir die Hüte doch lieber auf.


Jede Figur hat noch ein paar Ersatzfüße. Wofür die sind, können sich die Leser der vorangegangenen Artikel dieser Reihe denken, alle anderen werden es noch früh genug erfahren.

Neben Ersatzfüßen gibt es noch einen Haufen Fermwerkzeug. Vorbildlich!

Das ist mehr, als die Figuren überhaupt tragen können.

Farmer Franz möchte nun nicht mehr tatenlos rumstehen, sondern den Farmrasen mähen, indem er mit dem Farmrasenmäher über die Farm rast.
Doch er passt nicht in den Stuhl!

Schnell die Füße wechseln!

Mit seinen Sitzfüßen kann es sich Franz problemlos in seinem Sitz gemütlich machen.

Hans schaut ihm bewundernd bei seinen Taten zu.

"Das kann ich auch!", denkt Hans und läuft zum Steuerradwagen.

Doch oh weh! Er passt nicht rein!

Hans ist zu groß!

Aber natürlich! Die Sitzfüße!

Ach Hans, du kleiner Lausbub. Du hast dir aus Versehen den kompletten Unterkörper abgerissen!

So ist es besser.
Doch der arme Hans passt immer noch nicht in sein Fahrzeug.


Wie kann das sein? Ich werfe einen Blick auf die Verpackung.


Ich rieche Etikettenschwindel.

Irgendwie muss Hans doch in dieses blöde Gefährt passen.
Also gut. Ab mit dem Unterkörper.

Nein.

Hut ab?

Aha!

Kann man jetzt vielleicht den Unterkörper wieder anbringen?

Es scheint zu funktionieren.

Sitzfüße mit Unterkörper aber ohne Hut scheint die einzige Möglichkeit zu sein, Hans in das Auto zu bekommen, ohne ihn von verhältnismäßig wichtigen Dingen wie einem Unterkörper zu trennen.
Das funktioniert aber nur wegen einer Sache:

Man muss Hans das Dach auf den Irokesenschnitt montieren.

Irgendwie ist das alles nicht so das Wahre. Wisst ihr, wer gut in das Fahrzeug passt? Das Huhn!

Aber ich gebe euch dann gleich mal einen Tipp: Von einem Huhn am Steuer ist abzuraten.

Der arme Hans. Ob Franz ihn wieder zusammenbauen wird?

Wohl nicht.
Das BanBao Farm-Set sieht ganz gut aus. Man kann aber leider nicht mit ihm spielen. Zumindest nicht so, wie es die Verpackung vermuten lässt. Das ist blöd. Aber Baustein-Spielzeug will seine Spieler ja zu Kreativität anregen. Ich spiele mit LEGO auch nicht immer das, was der Hersteller vorschlägt. Und zumindest in dieser Hinsicht ist das BanBao Farm-Set ganz gut.

Danke Flo.