spa-zone

Das Leben kann so bescheuert sein...

Euro Truck Simulator 2 - LKohWeh #1

Er war ein Wrestler, ein verdammt guter. Doch er machte einen Fehler: Trat gegen Heels an, die die Stables gewechselt hatten. Die wollten ihn pinnen, doch verpassten der Frau die er liebte einen Chairshot. Ihm wurde ein Screwjob angehängt. Seitdem durchstreift er das Land. Als Wrestler, der dicke Autos mag. Ein LKW-Fahrer. Ein Trucker.

Alles hatte so gut angefangen. Nach meiner Reise durch den Rallysport kehrte ich zum Wrestling zurück und feierte Erfolg um Erfolg. Doch dann begann die Fehde, die mein Leben verändern sollte. Ich will sie vergessen, nicht mehr an sie denken, doch es gelingt mir einfach nicht. Wie kann man etwas vergessen, was einen fast um den Verstand gebracht hätte?

Ich darf nicht mehr darüber nachdenken. Ich muss meine Vergangenheit hinter mir lassen und neue Wege einschlagen. Lange habe ich über meine Zukunft nachgedacht, jetzt habe ich endlich den Entschluss gefasst, etwas zu ändern. Etwas zu tun. Nach einer endlos langen Auflistung all meiner außerordentlichen Fähigkeiten zeichnete sich ein deutliches Bild meiner Zukunft am Horizont ab. Ich musste ein Trucker werden. Es führte kein Weg daran vorbei.

So gründete ich eine Firma mit dem Namen "spa-zone". über meine Lieblingsfarbe musste ich nicht lange nachdenken und als Logo wählte ich eine lodernde Flamme, die genauso heiß war wie ich.

Ich eröffnete meine Firma im Herzen Frankfurts.

Um ein richtiger Trucker zu werden, muss man sich erst einmal den Respekt der Szene verdienen. Ich reichte mein Anmeldeformular bei der WTF (World Trucking Federation) ein und nur wenige Tage später erhielt ich ein Antwortschreiben mit meiner ersten Mission.

Um Kohle zu verdienen, musste ich also Kohle transportieren. Man hatte mir freundlicherweise einen Truck in meiner Lieblingsfarbe zur Verfügung gestellt, in dem ich frohen Mutes Platz nahm.

Ich verließ das Gelände, während ich mich gerade noch rechtzeitig an Verkehrsregeln erinnerte. Vorfahrtsregeln hatte ich zwar noch nie verstanden, um in meinem neuen Job erfolgreich zu werden, musste ich sie jedoch beachten. Zumindest, wenn mein Vorfahrtskontrahent ein Bus war.

Ja, ich hatte schon Matches gegen den Wrestler "Die große Veranstaltung" gewonnen, doch wollte ich meinen ersten Arbeitstag nicht gleich mit Selbstüberschätzung beginnen. So hielt ich mich an die Verkehrsregeln.

Leider bog ich, vom Bus abgelenkt, falsch ab. Rechts und Links vergleiche ich gerne mit Vorfahrtsregeln, und so stand ich also in die falsche Richtung guckend im Stau vor einer roten Ampel.

Geduld ist eine Tugend. Ich fuhr auf dem Bürgersteig weiter.

So ließ ich die an der Ampel wartenden Gutmenschen hinter mir.

Es dauerte nicht lange, bis ich mein Ziel vor mir sah. Auf einem Parkplatz hatte man grün leuchtende Signalschilder angebracht. Ich war überrascht, für wie blöd man Trucker hielt, dass man ihnen nicht einmal zutraute, einem Navigationsgerät zu folgen, und überfuhr so eine rote Ampel.

Am Ziel angekommen, stellte sich heraus, dass es sich hier gar nicht um das Ziel handelte. Das war nicht der Kohleabstellort, sondern ein LKW-Verkauf. Neue LKWs kaufen klang zwar verlockend, finanziell war das aber definitiv noch nicht im Bereich des Möglichen.

Rechts neben mir sah ich ein weiteres Schild. Aber wieder handelte es sich hier nicht um den eigentlichen Zielort meiner Kohlelieferung.

Ich war kurz davor, alles hinzuschmeißen und mich mit der Kohle aus dem Staub zu machen, um mich von nun an von Kohlestaub zu ernähren, da erblickte ich auf der gegenüberliegenden Straßenseite das WGCC-Firmenlogo.

Ich verfluchte Rechts und Links und fuhr auf das Firmengelände.

Schnell fand ich den Ort, an dem ich die Kohle abliefern sollte. Dies gab mir die Gelegenheit, meine Einparkfähigkeiten zu verbessern.

Ich war glücklich. Mein Vorgesetzter offensichtlich auch. Voller Freude empfing ich einen Brotkorb und meine erste Abrechnung.

362 Euro. Ein Traum! Ja, nicht viel, aber wenn man das mit meiner Anfangsgage als Wrestler vergleicht, ein Vermögen. Ich mag Vermögen.

Da ich nun meine Truckerlizenz erhalten hatte, überreichte man mir feierlich eine Firmenzentrale, in der ich meinen Brotkorb abstellen konnte.

Ich richtete sie sofort heimisch ein, indem ich in ihrem Innern eine Art endlos große Phantomzone erschuf. In ihrer Mitte positionierte ich die Erinnerungen an meinen ersten Truck.

Sofort begab ich mich auf die Suche nach meinem ersten Auftrag.

Leider hatte man mir meinen zuvor benutzten Truck nicht überlassen. Ich war ein Trucker ohne Truck und darauf angewiesen, mir die Fahrzeuge von anderen Firmen bereitstellen zu lassen. Aber gut, ich hatte keine andere Wahl. Ich durchforstete die Auftragsliste und stieß auf einen Auftrag der Firma WGCC.

Da WGCC mich bereits einmal mit einem Auftrag versorgt hatte, wollte ich der Firma zunächst einmal treu bleiben. Gülle transportieren klang außerdem nach einem Haufen. Und Spaß. Nürnberg hatte ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht besucht, und so willigte ich ein.

Das Armaturenbrett meines Trucks hatte die Farbe des Güllecontainers. Ich fühlte mich direkt wie zu Hause.

Ich verließ das Firmengelände und zum ersten Mal die Stadt Frankfurt.

So ließ ich meine Heimat hinter mir und betrat das unbekannte Pflaster der Außenwelt.

Bevor ich weiter über philosophische Floskeln nachdenken konnte, erreichte mich plötzlich eine E-Mail. Obwohl ich gerade auf der Autobahn herumfuhr und einen anderen Truck überholte, weil das Autofahrer so mögen, öffnete ich die E-Mail. überholen und Lesen ist kein Problem, wenn man schon einmal an einem Royal Rumble teilgenommen hat.

Leider handelte es sich lediglich um eine Werbemail.

Während der Fahrt träumte ich davon, irgendwann einmal nach Amsterdam zu fahren und dort einen neuen Truck zu kaufen. Was für eine schöne Vorstellung. So verging die Fahrt wie im Fluge und ehe ich mich versah, erreichte ich die Farm, die nach meiner Gülle lechzte.

Das Einparken stellte für mich kein Problem mehr dar.

Das Einparken stellte für mich fast kein Problem mehr dar.

So erhielt ich meine zweite Abrechnung.

über die 4% Schadensabzug möchte ich an dieser Stelle nicht reden. Fast 3.000 Euro wanderten auf mein Konto und ein Grinsen auf mein Gesicht. Mensch, war das alles einfach. Rumfahren, abliefern, abkassieren. Und das Beste kommt noch: Erfahrungspunkte! LEVELAUFSTIEGE!

Hätte ich gewusst, dass das Truckerleben SO befriedigend ist, hätte ich nie geheiratet! Ich steckte einen Fähigkeitenpunkt in "Hochwertige Fracht", um so hoffentlich bessere Aufträge zu erhalten und mehr Geld zu verdienen.

Dann warf ich einen Blick auf meine Karriereentwicklung. Ein Traum.

Frohen Mutes schaltete ich das Radio ein.

Truckstep. Hihihi. Entschuldigung. Neuer Auftrag! Ich hatte Blut geleckt.

Da ich mich noch nicht als routinierten Trucker bezeichnen konnte, entschied ich mich für eine mir bekannte Strecke. Ich fuhr einfach wieder zurück nach Frankfurt und ließ mich dabei von einem Haufen Gummireifen begleiten.

Mein Auftraggeber ließ mich nicht lange warten und so machte ich mich auf den Weg.

Den auf dem folgenden Bild zu sehenden PKW möchte ich an dieser Stelle einfach mal als "2%" bezeichnen. Was genau ich damit meine, werde ich später erläutern.

Da die Fahrt ansonsten fast schon langweilig war, sah ich mich ein wenig im Truckinneren um.

Ich wollte gerade meine Wrestlingmaske als Schweißduftbaumersatz an den Rückspiegel hängen, da erreichten mich zwei E-Mails. Eine Bank und eine Firma schrieben mich an.

Ein Jobangebot für Truckbesitzer? Interessant, aber leider noch nicht möglich. Aber gut zu wissen, dass man mit einem eigenem Truck schnell an Geld kommen kann. Noch schneller ging das wohl nur per Kredit. Das Angebot der Bank sah folgendermaßen aus.

100.000 Euro. Wahnsinn. Kurz dachte ich darüber nach, den Kredit aufzunehmen, hielt mich dann aber doch noch zurück. Nichts überstürzen. Erst einmal eine Basis schaffen, auf der man dann aufbauen kann. Nicht jetzt schon verschulden. Es war gut, dass es die Möglichkeit eines Kredits gab, doch wollte ich sie zunächst ignorieren.

Nicht ignorieren konnte ich den plötzlich eintretenden Regen.

Zum Glück hatte mein Auftraggeber daran gedacht, meinen Leihtruck mit Scheibenwischern auszustatten.

Ich mag Regen. Noch viel mehr mag ich Gewitter. Darum freute ich mich, als letzteres begann. Lichter an, Musik aus, das Prasseln genießen und die Blitze beobachten. So macht Fahren Spaß.

Ich erreichte mein Ziel im Handumdrehen und überraschte mich selbst, als ich ohne Probleme einparkte.

Es folgte erneut die Abrechnung. Jetzt sollte auch jedem klar sein, was die "2%" zuvor bedeuten sollten.

Von 4% auf 2%? Sehr gut. So konnte es weitergehen. Einnahmen im Wert von fast 3.400 Euro. Ich fühlte mich wie nach dem Gewinn meines ersten großen Titels. Mein Sieg über "Bert der Schlagmann mit Herz" hatte selbst meine Eltern davon überzeugt, dass ich den richtigen Beruf gewählt hatte. Dass ich Jahre später in einem Truck sitzen würde, hätte wohl niemand gedacht. Damals war ich der Größte und sollte im Laufe der Zeit noch größer werden. Dann kam der Tag, an dem... nein... genug von der Vergangenheit. Ich lebte im Hier und Jetzt und war auf der Suche nach einem neuen Auftrag. Einer neuen Herausforderung. Und ich hatte sie schnell gefunden.

Von Frankfurt nach Straßburg. Die Reise in ein anderes Land klang vielversprechend. Ich war noch nie in Frankreich, warum also nicht? Und das Beste sollte noch kommen: Der Transprt mehrerer Druckbehälter. Ein Auftrag, den ich nur aufgrund meiner überragenden Fähigkeiten bekommen hatte. Ich willigte ein und machte mich Abfahrbereit.

Wieder stellte man mir ein neues, noch unbekanntes Fahrzeug zur Verfügung.

Ich trat die Reise an und ließ Frankfurt wieder einmal hinter mir. Die Druckbehälter hatte ich sicher verstaut.

Die Fahrt nach Straßburg verlief ohne nennenswerte Probleme. Ich betrat Frankreich...

... und danach Straßburg.

Direkt hinter dem Ortsschild war mein Ziel bereits zu sehen.

Leider beginnt nun der dramatische Teil meiner Geschichte. Ja, ich hatte mein Ziel erreicht. Das Gelände, auf dem die Druckbehälter abgestellt werden sollten, lag vor mir. Leider lag es aber auch hinter diesem Tor.

Und das war alles andere als einfach zu passieren.

Ich blieb stecken und kam nicht mehr vorwärts. Beim zurücksetzen berührte ich versehendlich ein anderes Fahrzeug. Ich sage es gleich: Bei diesem einen blieb es nicht.

Ich gab alles, doch es war für mich unmöglich, den richtigen Einfahrtswinkel zu finden.

Ein großes Problem waren die anderen Fahrer auf dieser absurd kleinen Straße. Die stellten sich mehr an als ein Heimatstadt-Jobber nach einem Squash-Match. Ja, ich hatte sie ein wenig gestreift, deswegen aber gleich den Warnblinker einzuschalten und sich nicht mehr zu bewegen, war ziemlich übertrieben. Kleine Rempler kosteten mich sowieso schon jedes Mal 400 Euro. Für ein Wendemanöver konnte ich somit gleich mal einen Tausender aus dem Fenster werfen. Buchstäblich. Der Stau wurde währenddessen immer länger.

Es gelang mir einfach nicht, das Tor zu passieren.

Währenddessen schlugen mir ein paar Mitarbeiter der hier arbeitenden Firma vor, den Wagen für mich zu parken, wenn ich auf ein paar Erfahrungspunkte verzichtete. Selbstverständlich ließ ich mich nicht auf diesen Handel ein. Ich hatte es schon damals während Tag-Team-Matches gehasst, wenn mein Partner den Gegner pinnte und mir so den Titel sicherte. Ich brauche keine Hilfe. Stattdessen öffnete ich meine Karte und plante.

Rechts vom Zielgrundstück erkannte ich eine breite Straße, die auf das Nachbargründstück einer anderen Firma führte. Ich hoffte, von dort aus ebenfalls mein Ziel erreichen zu können. Sofort machte ich mich auf den Weg.

Da mittlerweile beide Straßenseiten vollkommen blockiert waren, umfuhr ich das Chaos über den Bürgersteig. Dabei lieferte ich mir ein Submission-Match mit einer Straßenlaterne.

Selbstverständlich gewann ich. Als ich eine Kreuzung erreichte wurde mir erst klar, welches Chaos dieser kleine, verdammte Torbogen angerichtet hatte.

Beim Abbiegen sollte man den Wendekreis eines Trucks übrigens niemals unterschätzen. Als ich einen mir gegenüberstehenden Trucker freundlich per Hupe darum bat, mir ein wenig Platz zu machen und dieser sich weigerte, nahm ich die 400 Euro Strafe laut lachend in Kauf.

Dass sich die übrigen PKWs nun gar nicht mehr bewegten, war mir zu diesem Zeitpunkt dann auch egal.

Spear! Spear! Spear!

Ich erreichte das POSPED-Gelände und lachte über die Vorstellung einer Spedition, die mit Pos handelte.

Das Lachen blieb mir im Halse stecken, als ich einem Zaun gegenüberstand, über den ich zwar gucken und mein Ziel sehen, dafür aber nicht fahren konnte. Ich musste tatsächlich durch dieses enge Tor. Es führte kein Weg daran vorbei.

Wütend versuchte ich, auf dem engen Firmengelände zu drehen.

Dabei blieb ich am Metalltor stecken.

Fast wäre ich dieser Position nicht mehr entkommen. Doch Konzentration und Wut halfen mir dabei, meine Verzweiflung und das Firmengelände zu überwinden.

In den Weg stellte sich mir niemand mehr.

Die rechte Fahrbahn hatte sich mittlerweile geleert. Ich fuhr auf das verflixte Tor zu...

... riss das Lenkrad rum...

... gab Vollgas...

... und schaffte es tatsächlich, meinen Gegner hinter mir zu lassen.

Ich gab laute "YES! YES! YES!"-Rufe von mir, während ich mit Leichtigkeit rückwärts einparkte.

Wahnsinn. Ich fühlte mich wie nach einem Last-Man-Standing-Match gegen ein Stehaufmännchen. Voller Freude wandte ich mich an meinen Auftraggeber und nahm meine Bezahlung entgegen.

über die 1.200 Euro Strafe, die ich wegen der Beschädigung meines Fahrzeugs bezahlen musste, konnte ich zu diesem Zeitpunkt nur noch lachen. Ich war der beste Trucker der Welt. Und hatte Level 2 erreicht.

Den Fähigkeitspunkt steckte ich in die mir einzig logisch erscheinende Fähigkeit.

Von diesem Zeitpunkt an durfte ich explosive Stoffe transportieren. Dynamit, Feuerwerkskörper, Munition. Her damit. Ich kann alles. Beflügelt von meinem Sieg nahm ich umgehend einen weiteren Auftrag an. Selbstverständlich war die Enttäuschung groß, als ich keinen Auftrag mit explosiven Materialien zu Gesicht bekam, aber man nimmt, was man kriegen kann. Von Straßburg nach Zürich. Auf in die Schweiz!

Vor allem der Hinweis "Raupenbagger" hatte mich neugierig gemacht.

Als ich am Startpunkt meiner Reise ankam, staunte ich nicht schlecht, als ich mich in einem Steinbruch wiederfand.

Als ich dann meine Ladung sah, war ich glücklich. Was für einen Traumberuf hatte ich mir da nur ausgesucht?

Das Verlassen des Steinbruchs war gar nicht so einfach. Mein Gepäckstück machte den kleinsten Berg zu einem unüberwindbaren Hindernis, gegen das ich konzentriert ankämpfen musste.

Dass es dabei zu Kollateralschäden kommen musste, versteht sich von selbst.

Aber ich ließ mich nicht unterkriegen und erheiterte mich am Anblick von Toiletten, weil mich Toiletten halt zum Lachen bringen.

Nach einiger Zeit verließ ich den Steinbruch.

Ich stand vor einer T-Kreuzung, blinkte links, bog ab...

... und erinnerte mich daran, dass irgendwann einmal ein Mensch das Wort "Vorfahrtsregeln" erfunden hatte.

Mein altes Problem hatte mich wieder eingeholt und meinen Wendekreis geheiratet. Das so gezeugte Kind stellte mich vor eine noch nie dagewesene Herausforderung.

Ein PKW hatte sich dreisterweise genau unter meinen Anhänger geschoben und weigerte sich nun, diese Position aufzugeben. Es begann ein Kampf, der mit einem Strap-Match vergleichbar war. Ich kam langsam vorwärts, zog meinen Kontrahenten dabei jedoch hinter mir her. Ich möchte den zähen Kampf nicht weiter beschreiben und stattdessen Bilder sprechen lassen.

Ich weiß nicht, wie lange es dauerte, aber irgendwann war ich endlich frei und konnte weiterfahren.

Vor Freude riss ich die Arme hoch und erkannte zu spät, dass man das nicht tun sollte, während man einen Truck fährt und einen 25 Tonnen schweren Raupenbagger mit sich herumträgt. Ich raste mit hoher Geschwindigkeit in eine Reihe Begrenzungssteine.

Es dauerte ein Weilchen, bis ich mich gefangen hatte. Meine Schadensanzeige gab rote Farben von sich, was ich für kein gutes Omen hielt. Ich überlegte kurz, Frankreich hinter mir zu lassen, wieder nach Deutschland zurückzukehren und dort ins Truckerexil zu gehen...

... doch ich entschied mich dagegen. Ich war ein Kämpfer, der zu seinen Fehlern stand. Ich hatte einen Auftrag zu erledigen und einen Raupenbagger auszuliefern. Ich fuhr weiter und betrat nach einiger Zeit die Schweiz.

Kurz hinter der Grenze stieß ich dann auf eine Baustelle.

Da ich nicht wusste, ob Schweizer das Reißverschlussverfahren kennen, hielt ich mich nicht daran und fuhr einfach links an den wartenden Fahrzeugen vorbei.

Während sich der Himmel verdunkelte erreichte ich meinen Zielort.

Das Firmengelände war schnell gefunden.

Manchmal muss man sich schon fragen, wer der Meinung ist, enge Zugangswege und Trucks würden sich gut vertragen.

Aber nach DEM Reisebeginn stellte all das kein Problem mehr für mich da. Ich lieferte meine Fracht ab.

Die Bezahlung war nun leider alles andere als erfreulich.

All der Stress, all die Strapazen... für nichts. Gar nichts. Ich hatte den Leihtruck zu 25% demoliert. Die Reparaturkosten überstiegen meine Einnahmen. Kein Geld, keine Erfahrungspunkte. Ich bekam nicht einen Cent. Von Frankreich aus in die Schweiz. Für nichts.

Dieser Rückschlag war es, der mich erst einmal eine Pause machen ließ. Ich sah auf meine Statistiken.

Ich hatte 932 Kilometer zurückgelegt. 33 Stunden Fahrtzeit am Stück. 5 abgeschlossene Aufträge. Trotz Rückschlag waren das beachtliche Zahlen, auf denen ich mich erst einmal ausruhen wollte.

So legte ich eine Pause ein.

Mein letzter Tag als Trucker war aber noch lange nicht gekommen.

videospiele

⬅ Vorheriger Beitrag
The walking dead - Emotionen

Nächster Beitrag ➡
Euro Truck Simulator 2 - LKohWeh #2